Mit Mut zum Ich…

… – zum Selbstwertproblem in Zeiten von Social Media

Am Mittwoch, dem 09. Oktober, fand im Rahmen unseres Wahlpflichtfachs Philosophie und Psychologie ein Workshop zum Thema „Das Selbstwert-Problem bei Jugendlichen“ statt. Jan Snasel, angehender Psychotherapeut und Berater an unserer Schule, wurde von Herrn Professor Günther Scheidl eingeladen, um mit uns über die Bedeutung des Selbstwertgefühls zu sprechen. Im Vorfeld erarbeiteten wir gemeinsam passende Fragen, etwa warum sich junge Menschen mit anderen vergleichen, ob Mädchen stärker betroffen sind als Jungen oder wie geringes Selbstwertgefühl psychische Krankheiten auslösen kann. Besonders spannend war die Diskussion darüber, warum viele das Bedürfnis verspüren, immer besser oder hübscher als andere sein zu wollen und wie stark Social Media diesen Vergleich verstärkt.

Jan Snasel betonte, wie wichtig es sei, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und Akzeptanz für sich selbst zu entwickeln. Außerdem betonte er, dass Vergleiche mit anderen grundsätzlich nicht nur negativ sein müssen, da ein gewisses Maß an Vergleichen sogar hilfreich sein kann. Entscheidend sei es aber, den Fokus auf die eigenen Stärken zu richten und eigene Bedürfnisse im Blick zu behalten. Zudem verwies er auf das Säulenmodell des Selbstwertgefühls: Ein gut gestütztes Selbst ruht nicht nur auf einer einzigen Sache, die man für wichtig hält, sondern auf mehreren Säulen wie Familie, Hobbys, Beruf, Selbstvertrauen und Selbstakzeptanz.

Zum Schluss erhielten wir eine besondere „Hausübung“: Wir sollten ihm unseren „perfekten Tag“ beschreiben und er versprach, uns daraufhin einige Schlagwörter zurückzumelden, die uns und unsere Werte widerspiegeln und charakterisieren. Damit wollte er verdeutlichen, wie viel Persönliches in unseren eigenen Vorstellungen und Wünschen steckt und wie wertvoll es ist, diese für unser Selbstbild zu erkennen. Diese kreative Aufgabe soll uns helfen, unsere individuellen Stärken besser wahrzunehmen und unser Selbstwertgefühl zu stärken.

Der zweistündige Workshop blieb uns nicht nur als informative Stunde in Erinnerung, er hat uns auch gezeigt, wie wichtig es ist, die eigenen Stärken wahrzunehmen und wertzuschätzen.
Marie Moldaschl, 8 A