Das Gymnasium Gmünd feierte die 30-jährige EU-Mitgliedschaft Österreichs

Menasse bezeichnete darin u.a. den Nationalismus als Chimäre, die dringend zugunsten der supranationalen Idee der EU aufgegeben werden müsse, wolle die Gemeinschaft weiterhin Bestand haben. Ein großes Problem sei heute, dass wir zwar alle die Vorteile der Europäischen Gemeinschaft genießen und für selbstverständlich halten, nach 70 Jahren Frieden aber vielen das Bewusstsein für die politische Brisanz der Gründungsidee verlorengegangen sei. Der Prozess des Zusammenschlusses zu einer wirtschaftlichen und politischen Einheit müsse aber tatsächlich ständig weitergedacht und weiterentwickelt werden. Der gegenwärtig in vielen europäischen Mitgliedsstaaten wiedererstarkende Nationalismus gefährde das gemeinsame Projekt erheblich. Vielfach werde vergessen, dass heutige Probleme gar nicht mehr national zu lösen sind.
Wie aber, so fragte Menasse abschließend, können wir trotz der unübersehbaren Krise das Projekt EU weiterhin am Leben halten? Seine Antwort: die Idee zu verteidigen, den gegenwärtigen Zustand zu kritisieren statt schönzureden und schließlich an das anzuschließen, was die Gründungsidee ausgezeichnet hat, nämlich die Gabe der Visionen mit dem notwendigen Pragmatismus zu verbinden.
Zahlreiches Publikum, darunter viele Schüler:innen der Oberstufe, lauschte dem mehrfach ausgezeichneten Autor, der sich im Anschluss an seine Rede auch noch für Fragen und Diskussion zur Verfügung stellte.
Die Schüler:innen der 6A, haben sich große Mühe gemacht, die festliche Veranstaltung sowohl musikalisch als auch in Form von kurzen Infobeiträgen und kleinen Sketches kurzweilig und schön zu gestalten.
Der Elternverein sorgte für das leibliche Wohl der Gäste, die nach dem offiziellen Teil den Abend bei angeregten Gesprächen ausklingen ließen.







